Freiwilligenagentur im Landkreis Schwandorf Seniorennetzwerke im Landkreis Schwandorf Lernende Region Schwandorf

gefördert von

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

Unsere Ziele

Die massiven Veränderungen in der Bildungslandschaft waren für uns Anlass, über eine Neuorientierung in der Bildung nachzudenken. Grundschulstandorte wurden aufgelöst und/oder zusammengelegt, was Auswirkungen auf den ÖPNV zeigt, der demografische Wandel hat den Ausbildungsmarkt insoweit verändert, dass sich die Angebots- und Nachfrageverhältnisse z. T. schon umgekehrt haben und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf führte zu einer Aufwertung des frühkindlichen Bereichs. Es entstanden nicht nur quantitativ mehr Krippen- und Kitaplätze, auch die Inhalte der Kitaerziehung haben sich insofern verändert, dass die Kitabetreuung verstärkt mit einem Bildungsauftrag versehen ist. Parallel hierzu weitete sich das Betätigungsfeld des lokalen Bündnisses für Familie aus. Aber auch die Qualität der Beschäftigungsverhältnisse hat eine Aufwertung erfahren. So entstanden mehr Arbeitsplätze, deren Bewerber spezialisiertere und differenziertere Fähigkeiten vorweisen müssen. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die geforderten Bildungsabschlüsse.

Durch die beschriebenen Veränderungen wurde im Zertifizierungsprozess zur Bildungsregion das Thema „Bildung und Beschäftigung“ in den Mittelpunkt der Arbeit gestellt. In den Arbeitskreisen haben sich die Bildungsakteure im Landkreis Schwandorf zu neuen Gruppen zusammengefunden, aber es kamen auch neue Vertreter von Institutionen sowie interessierte Privatpersonen hinzu. So konnte sich das aktive Netzwerk der Lernenden Region Schwandorf an der sich verändernden Bildungslandschaft wieder neu ausrichten.

„Bereits im Vorfeld zum Zertifizierungsprozess zur Bildungsregion hat sich der Landkreis Schwandorf dazu verpflichtet, im Anschluss daran eine Stelle einzurichten, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Um den Forderungen aus den Arbeitskreisen nachkommen zu können, hat sich der Landkreis Schwandorf um das Projekt „Bildung integriert“ beworben. Die Stellen Bildungsmanagement und Bildungsmonitoring werden für drei Jahre vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Außerdem wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die aus Vertretern der Wirtschaft und der Agentur für Arbeit, den Arbeitskreisleitern der Bildungsregion, aber auch Mitgliedern verschiedener Arbeitskreise besteht. In den regelmäßig stattfindenden Treffen mit den Mitarbeitern des Bildungsmanagements und –monitorings werden die aktuellen Umsetzungen und Erkenntnisse sowie die weitere Vorgehensweise besprochen.

Das Bildungsmonitoring versteht seine Aufgabe darin, Daten und Befunde zu sammeln, zu analysieren, zu interpretieren und zu bewerten. Dabei werden datenbasierte und indikatorgestützte Steuerungsgrundlagen bereitgestellt, wodurch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit Entscheidungen auf der Basis eines fundierten Informationsstandes getroffen werden können. An dieser Stelle arbeiten das Bildungsmonitoring und das Bildungsmanagement eng zusammen. Im Fokus stehen der frühkindliche Bereich und der Übergang zwischen Schule und Beruf.

Neben einer umfangreichen Liste von Handlungsbedarfen und Leuchtturmprojekten  sind dies auch Aufgaben, die dem Bildungsmanagement aus den Arbeitskreisen mitgegeben wurden. Die Bildungskonferenz 2016 hat folgende Themen rund um den Bereich „Chancen im Bildungsbereich“ in den Fokus gestellt: Migration und Ausbildung, Mentoring durch Azubis, Wechsel zwischen den Schularten und Schulfähigkeit von Kita-Kindern. Neben der Umsetzung der geforderten Aufgaben  sind weitere Maßnahmen geplant wie der Aufbau eines Bildungsportals und Erstellung von Bildungsberichten. Bereits auf der Bildungsmesse 2016 konnten wir eine Veränderung dahin gehend feststellen, dass  die Bildungsakteure im Landkreis Schwandorf die Bildungsmesse nutzten, um Kontakte zu festigen und neue zu knüpfen.